Roßtal

„Der allerwichtigste Ort in beiden Fürstentümeren”

Im Jahr 1709 bezeichnet der Ansbacher Hofrat Pachelbl Roßtal als den „allerwichtigsten Ort in beiden Fürstentümeren des Burggrafenthums Nürnberg”. Die lange Geschichte des Ortes, der bereits im frühen Mittelalter über eine Burg von 5,2 Hektar Größe verfügt, ist den hohenzollerischen Ansbacher Markgrafen stets bewusst. 

Noch heute dominieren herausragende Bauwerke des Mittelalters den historischen Ortskern: Den Mittelpunkt bilden die ungewöhnlich große St. Laurentiuskirche, an der sich mehrfach Wappen der Hohenzollern finden, sowie der sie umgebende Wehrfriedhof. Zusammen mit dem spätmittelalterlichen Pfarrhaus und dem am Marktplatz gelegenen Schloss prägen diese Bauten den Ort. 

Auf Betreiben der Hohenzollern wird Roßtal 1328 zur Stadt erhoben. 1355 setzen sich die Hohenzollern Johann und Albrecht erneut für Roßtal ein: Sie lassen das Stadtrechtsprivileg bestätigen. Damit verbunden ist ein eigenes Gericht, das im Namen der Hohenzollern die Rechtssprechung ausübt.

Noch 1532 wird Roßtal Stadt genannt, allerdings nimmt der hoch über den angrenzenden Täler gelegene Ort trotz der Förderung durch die Hohenzollern keine städtischen Formen an. Roßtal bleiben jedoch seine Funktion als zentraler Richteramtssitz der Hohenzollern und seine auf der Galgenhöhe gelegene Richtstätte südlich des Orts. Auch das barocke Amtsrichterhaus, das an den Wehrfriedhof anschließt, ist noch heute sichtbarer Ausdruck der Hochgerichtsbarkeit, die die Hohenzollern bis 1797 in Roßtal ausüben.

Markt Roßtal
Marktplatz 1
90574 Roßtal
Tel.: 09127/90100
Fax: 09127/901090
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