Zirndorf

Die Hohenzollern in der Spielzeugstadt

Zirndorf – heute bekannt vor allem für seine Spielzeugindustrie – musste in seiner Entwicklung mehrmals die schrecklichen Seiten der Geschichte kennenlernen. 

Gegründet wird der Ort wohl im 10. Jahrhundert: Zu den Einzelhöfen gesellt sich bald eine Kirche, die das Bistum Eichstätt hier errichten lässt. Zunächst wird sie dem heiligen Clemens geweiht, später jedoch aufgrund der vielen Pestepidemien dem heiligen Rochus gewidmet: Er ist Patron der Pestkranken.

Noch heute gehört die Kirche zu den Wahrzeichen der Stadt. Das zweite Wahrzeichen, die Alte Veste, lässt die Reichsministerialenfamilie von Berg im frühen 13. Jahrhundert auf einem Höhenrücken nördlich von Zirndorf errichten. Als die Familie in finanzielle Schwierigkeiten gerät, wird diese „Burg Berch” 1306 an den hohenzollerischen Burggrafen von Nürnberg verkauft.  

Die neuen Eigentümer bringen der Alten Veste aber kein Glück: Im Städtekrieg (1387-1389) wird sie völlig zerstört. Auch später, im Dreißigjährigen Krieg, gerät Zirndorf 1632 zwischen die Fronten des Schwedenkönigs Gustav Adolf und des kaiserlichen Feldherrn Albrecht von Wallenstein und wird völlig gebrandschatzt.

Der Aufschwung zu einem bedeutenden Ort des Markgrafentums Ansbach setzt erst 1674 wieder ein, als Markgraf Johann Friedrich in Zirndorf ein hochfürstliches Brauhaus errichten lässt. 

1840 schließlich startet in Zirndorf die Herstellung sog. Hammerschlottern mit Kieselsteinen als Spielzeug für Kinder: der Grundstein für die Zirndorfer Spielzeugindustrie, die heute noch ein festes Standbein der Stadt darstellt.

Tourist Information Zirndorf
Marktplatz 1
90513 Zirndorf
Tel.: 0911/600-4834
Fax: 0911/600-4861
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