Neustadt a.d.Aisch

Zollerische Stadtgründung und Witwensitz

Neustadt a.d.Aisch ist eine der wenigen Stadtgründungen der Hohenzollern. Eines der Lehen der Nürnberger Burggrafen und damit der Zollern umfasst im Aischgrund den Königshof in Riedfeld. Auf der gegenüberliegenden Flussseite der Aisch entsteht die „Nivenstadt”: das heutige Neustadt a.d.Aisch. Erstmals erwähnt wird „Nivenstadt” im Jahr 1285, als Rudolf von Habsburg den Zollern alte Lehensgüter wie auch Neuerwerbungen mit den dazugehörigen Gerichtsbefugnissen bestätigt.

1318, 1332 und 1345 erteilen die Burggrafen Neustadt a.d.Aisch die Stadtrechte, was von einer frühen bürgerlichen Selbstverwaltung zeugt. Unter Markgraf Friedrich I. erhält Neustadt a.d.Aisch einen Freiheitsbrief, in dem eine Stadtordnung mit eigenem Wahlrecht und umfangreiche Gerichtsbefugnisse festgehalten sind.

In der Folge wird Neustadt a.d.Aisch Hauptstadt im Bayreuther Unterland sowie Nebenresidenz und Witwensitz der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth. Noch heute ist seine spätmittelalterliche Stadtstruktur deutlich sichtbar, geprägt vor allem durch das Alte Schloss sowie die Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren, die Markgraf Albrecht Achilles errichten ließ.